„The Stories I most love are about the
benefits of being blown off course.“
Tilda Swinton
Über mich
Die Kurzfassung: Beruf und Berufung
Ich bin Grundschullehrerin mit den Fächern Mathematik, Deutsch, Kunst und Sachunterricht. Ich war über 20 Jahre im Schuldienst an verschiedenen Schulen tätig und arbeite seit 2023 freiberuflich mit den Schwerpunkten Mathematiklernen, Begabtenförderung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Das umfasst für Kinder, Eltern und Fachkräfte Lernbegleitung und Beratung, Bildungsbeistand und Mentoring. Hinzu kommen Initiierung, Entwicklung, Vermittlung, Koordination und Leitung von Bildungsprojekten. Darüber hinaus publiziere ich in Fachzeitschriften sowie in Sammelbänden und bin Mitautorin eines Fachbuches. Ich setze mich ein für eine Bildung, mit der Kinder heute lernen, was sie morgen brauchen.
Mich begeistert Lernen. Davon verstehe ich was.
Ich folge der Freude. Damit bleiben wir in Verbindung.
Ich entscheide mich für Lösungen. Irgendwas geht immer.






Für alle, die mehr wissen wollen: Meine Geschichte
Ausgerechnet Mathe ??? Auf diese Idee wäre ich in meiner Schulzeit nie und nimmer gekommen. Das Fach war ein lästiges Übel und langweilte mich bestenfalls. Da ich schon immer leidenschaftlich gerne lernte und andere daran teilhaben ließ, beschloss ich nach dem Abitur Grundschullehrerin zu werden. Die Vielfalt der Themen und die Neugier von Kindern in diesem Alter reizten mich. Bei der Wahl der Unterrichtsfächer gab es wenig Spielraum: Deutsch und Mathe waren Pflicht, ein drittes konnte man wählen. Da ich das grundsätzlich einsah und andere Schulformen oder –stufen nicht infrage kamen, hielt ich mich nicht lange mit Hadern auf und akzeptierte, dass mir das lästige Übel noch eine Weile erhalten bleiben würde – damit ich es dann irgendwann anders machen könnte. Mit Erziehungswissenschaften, Deutsch als Schwerpunkt und Textilgestaltung/Kunst als zweitem Nebenfach gefiel mir die Mischung, da sollte Mathe doch zu schaffen sein.
Soweit der Plan … doch bereits im Mathe-Vorkurs und im ersten Semester an der Universität zu Köln blieb davon nicht viel übrig: ich traf ganz großartige Menschen und fand schnell heraus, dass mein Problem in der Schule nicht die Mathematik selbst, sondern der Unterricht war, der mich nicht abholte. Ich brauchte gar keinen Ausgleich, um das Studium zu überleben, vielmehr ergänzten sich diese Fächer für mich ganz wunderbar zu einer inspirierenden Mischung aus Kommunikation, Kooperation, Kreativität und Kritischem Denken – Bildungsziele, die heute in der Fachwelt breiter Konsens und wichtiger denn je sind. Schwerpunkt meiner Arbeit wurde – jenseits aller Formalien – das Mathematiklernen und das ist bis heute so geblieben. Es folgten viele Stationen im Landesschuldienst an verschiedenen Schulen als Vertretungslehrerin, Klassenlehrerin, Ausbildungslehrerin, stellvertretende Schulleiterin, Moderatorin in der Lehrkräftefortbildung, stets begleitet von spannenden Projekten in Kooperation mit verschiedenen Universitäten und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Sammelbänden. Nach einem Jahr Elternzeit konnte ich – nun Mutter einer kleinen Tochter – der Tätigkeit in der Schule immer weniger abgewinnen: die von vielen beschworene Vereinbarkeit konnte ich nicht erkennen, im Gegenteil, und die Reduzierung auf Teilzeit bescherte mir ein eintöniges Sammelsurium unbefriedigender Aufgaben und Widrigkeiten.
Auch dieser Plan ging also nicht auf … zum Glück! Es bot sich stattdessen die großartige Gelegenheit einer mehrjährigen Abordnung an die TU Dortmund, wo ich am renommierten Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts in der Arbeitsgruppe von Prof. Nührenbörger forschen und lehren durfte. Nach dem Genuss dieser intellektuellen Treibhausatmosphäre in innovationsfreudiger Lernumgebung war die Rückkehr in die Schule im Anschluss daran eine krasse Reise in die Vergangenheit. Nach einigen Jahren wurde mir klar: in diesem veralteten System kann ich nicht mehr arbeiten.
Es brauchte also mal wieder einen Kurswechsel … Und so reichte ich am 14. März 2023 meinen Antrag auf Entlassung aus dem Schuldienst ein, absolvierte ein Business-Coaching und wechselte in die Selbstständigkeit. Seitdem bin ich als Lehrerin FREI-beruflich glücklich mit meinem Best-of aller beruflichen Stationen, an denen ich arbeiten und lernen durfte. Damit lebe ich wieder das, was mich schon im Studium menschlich und fachlich fasziniert und inspiriert hat: Kooperation, Kommunikation, Kreativität und Kritisches Denken.
Ich kenne das System Schule, aber ich spiele nicht mehr nach diesen Regeln, sondern nach meinen eigenen. Heute bin ich auf Wunsch und Gegenseitigkeit Lernbegleiterin, Mentorin, Bildungsbeistand, Initiatorin, Koordinatorin, Fachautorin und Bildungspartnerin für Lernende, Ratsuchende, Renaissance-Menschen und andere Neugierige. Als Lehrerin liebe ich es, Kindern neue Welten zu eröffnen und mit ihnen auf Entdeckungsreisen zu gehen. Als Pädagogin liegt mir am Herzen, Kleinen und Großen einen Raum zu schaffen, indem sie sich wohl und sicher genug fühlen, um sich auf neue Erfahrungen einlassen, eigene Lernwege finden und Hürden meistern zu können. Als Mutter kenne ich all‘ die vielen schönen und schweren Aufgaben, die Herausforderungen der Schulzeit und den Wunsch, es möge doch bitte einfach mal rund laufen. Als Demokratin und als Unternehmerin weiß ich um die Bedeutung hochwertiger und zukunftsfähiger Bildung für alle Kinder. Dafür wünsche ich mir eine Schule, in der es normal ist, verschieden zu sein. Mein Ansatz ist Sog statt Druck, Prävention statt Reparatur, rausholen was drinsteckt statt stopfen was reingeht.

